Giacinto Scelsi

Institut 14 – Musikästhetik
Das Symposion wird im Rahmen des vom FWF geförderten Projekts "Scelsi und Österreich" veranstaltet


Giacinto Scelsi heute:
Ästhetik und kompositorischer Prozess

 

20. und 21. Januar 2012, Florentinersaal, Palais Meran

 

Seit den 1980er Jahren erfährt Giacinto Scelsi im kritischen und musikwissenschaftlichen Diskurs sowie auf der Konzertbühne zunehmend Aufmerksamkeit und Achtung. Trotzdem bleibt er ein Sonderfall in der neueren Musikgeschichte. An der Schwelle zwischen Orient und Okzident, Komposition und Improvisation, Rationalität und Mystik fordert Scelsis Musik diejenigen heraus, die sich ihr forschend, hörend oder durch deren Interpretation nähern wollen. Die im Mai 2009 erfolgte Eröffnung des Scelsi-Archivs in Rom stellt zweifellos einen Wendepunkt in der wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Komponisten dar. Der Nachlass ist seitdem der Forschung zugänglich, auch die wertvollen Tonbänder, die die Transkriptionsgrundlage für Scelsis Kompositionen bilden, sind darin enthalten. Damit kann einer zentralen Frage, wie jener nach dem Verhältnis zwischen Tonband und Partitur, fundiert nachgegangen werden. Erst dadurch wird eine Analyse des kompositorischen Prozesses und mithin eine gründliche Diskussion über den ästhetischen Status von Scelsis Musik überhaupt möglich. Das Studium der Skizzen, Notizen, Briefe sowie Scelsis privater Bibliothek, ermöglicht eine verbindliche Rekonstruktion von Scelsis ästhetischem Denken und eine Präzisierung seiner kulturellen und religiösen Referenzen.

Das im Januar 2012 an der Kunstuniversität Graz stattfindende Symposium bietet Scelsi-Forschern und -Forscherinnen ein Diskussionsforum an, aus dem ein richtungsweisender Beitrag zur Neuorientierung in der Scelsi-Forschung hervorgehen soll.

 

FWF – Fonds für Wissenschaft und Forschung
Projektnummer: P 22433-G21

Projektleiter: Prof. Dr. Federico Celestini
Projektmitarbeiterin: Mag. Dr. Elfriede Moschitz

 

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Programm