Der frühe Kodály

Institut 12 - Oberschützen und Institut 14 - Musikästhetik

 

Symposion in Oberschützen (Burgenland)

Der frühe Kodály: Die Kammermusik, 1905 – 1920

Donnerstag, 23. Mai - Freitag, 24. Mai 2013

 

Kunstuniversität, Institut 12, Hauptplatz 8, A-7432 Oberschützen, Kammermusiksaal

 

In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts legte der junge Zoltan Kodály ein Kammermusik-Oeuvre vor, das zu den Meilensteinen der Gattung in der europäischen Moderne zählt. Es handelt sich dabei im Kern um sechs Werke:

1. Streichquartett op. 2 (1908)
Sonate für Violoncello und Klavier op. 4 (1909/10)
Duo für Violine und Violoncello op. 7 (1914)
Solosonate für Violoncello op. 8 (1915)
2. Streichquartett op. 10 (1916/18)
Serenade für zwei Violinen und Viola op. 12 (1919/20)

Die Kompositionen dieser vor einem Jahrhundert entstandenen Werkreihe sind von großer Originalität und gewannen erhebliche Ausstrahlungskraft: Das Duo für Violine und Violoncello op. 7 von 1914 wurde zum Vorbild für Ravels Sonate mit gleicher Besetzung aus den Jahren 1920-22, und die – trotz Reger – zu Beginn des 20. Jahrhunderts ungewöhnliche Idee zu einer Solosonate für ein Streichinstrument fand erst in der 1944 komponierten Solosonate von Kodálys bewunderndem Freund Béla Bartók ein gleich tief lotendes Äquivalent für die Violine. Trotz ihrer musikalischen Kraft und bedeutendem Platz im Repertoire (zumal von op. 8: Starker, Fournier, Ma, Haimovitz u.a.) erfuhr Kodálys frühe Werkgruppe bisher keine monographische Würdigung. Dies soll im Frühjahr 2013 durch ein Symposion der Kunstuniversität Graz (KUG) in der Expositur Oberschützen (Burgenland) sowie daran anschließend durch die Veröffentlichung der Beiträge in den Studien zur Wertungsforschung geschehen. Kodály war Ehrenmitglied der KUG; aus Anlaß ihres 50jährigen Bestehens ehrt die Universität den großen, ihr in besonderer Weise verbundenen ungarischen Komponisten.

Organisation: Klaus Aringer, Andreas Dorschel

 

Programm