TransCoding - from "Highbrow Art" to Participatory Culture

 

 

 

Barbara Lüneburg, Projektleiterin

 

 

Projekt Abstract

Mit dem intermedialen Kunstprojekt TransCode ermöglichen wir jungem Publikum über sozio­ kulturelle Grenzen hinweg direkte Partizipation an einem Kunstprojekt und gesellschaftlichem Diskurs, indem wir

 

A)     eine online/offline Community initialisieren, die über eine interaktive, mit social media verlinkte Website unseren künstlerischen Rahmen aufgreift und kommentiert, indem sie die Möglichkeiten der participatory culture zur aktiven Teilnahme nutzt.

B)        nach Auswertung und Analyse der Beiträge der Community eine eigenständige Multimedia-Solo­Show für Violine, Live-Elektronik und  -Video kreieren, die Crossover zwischen Populär- und Hochkultur auslotet.

C)    eine audiovisuelle Installation generieren, die künstlerische, wissenschaftliche  und Community­Beiträge reflektiert und sie mit Hilfe von Augmented Reality zu einer interaktiven Welt zusammenführt.

 

Unsere Hauptzielgruppe ist bisher für zeitgenössische Kunst kaum oder nicht erreichbares  Publikum (junge Erwachsene von 20 bis 35 Jahren). Changierend zwischen Populär- und Hochkultur bilden wir wechselnde Realitäten künstlerisch ab. Im Rahmen der "Participatory Culture" ermutigen wir die Online-Community, sich zu äußern, Einfluss zu nehmen und Autonomie, Anerkennung und Selbstbestimmung im Austausch mit Kunst und Forschung  zu erfahren.

 

Wissenschaftlich bietet TransCoding einen Perspektivenwechsel  von der akademisch-rückblickenden Untersuchung eines Kunstwerkes zu einem Kunstprojekt, in dem die digitale participatory Community die Dominanz von professionellem Künstler und akademischer Forschung herausfordert und Durchlässigkeit  und gegenseitige Einflussnahme einfordert. Wir wenden wechselseitig Ergebnisse und Theorien der Mediensoziologie auf die künstlerische Arbeit an und untersuchen Anwendbarkeit und Bedeutung dieses Prozesses in beiden Disziplinen.

Kernfragen aus dem Antrag:

 

      Wie können wir eine online/offline Community etablieren, die unseren Rahmen von neuen Medien und Cross-over Culture aufnimmt und aktiv in den gesellschaftlich-künstlerischen Diskurs involviert sein möchte?

      Wird dies zu einem fruchtbaren interaktiven Austausch zwischen digitalen Produzenten bzw. Mitwirkenden und Künstlern/Forschern führen der beidem mehr Bedeutung zukommen lässt?

      Mit welchen Strategien können wir die Kreativität der Community fördern und uns aufschließen, so dass alle Seiten davon maximalen Nutzen und Inspiration haben?

      Was ist die Rolle des Künstlers/Forschers  innerhalb dieses Prozesses?

      Wie findet der Prozess in der Kunst, Multimediashow  und Installation, ihren Ausdruck?

 

Weitere Informationen unter http://transcoding.info