Institut 14: Musikästhetik



Musikästhetik ist die Reflexion von Musik in Ideen und Begriffen. Ihrem Wortsinn und Ursprung im 18. Jahrhundert treu entfaltet Ästhetik Ideen und Begriffe im Wechselspiel mit der sinnlichen Wahrnehmung – ‚aisthesis‘ – von Musik. Ideen und Begriffe, die wir im Alltag, in der der musikalischen Praxis oder in der Wissenschaft als selbstverständlich voraussetzen, macht Musikästhetik ausdrücklich zum Gegenstand des Nachdenkens. Einige solcher Ideen und Begriffe sind der Musik eigentümlich, andere teilt sie mit sonstigen Bereichen des Denkens und Tuns, etwa die Idee der Form, des Werks oder des Ausdrucks. Doch auch diese Ideen nehmen in der Musik spezifischen Sinn an, den Ästhetik zu artikulieren hat. Dieser Sinn ist nicht zeitlos. Der ästhetische Zugang zur Musik ist belehrt durch Begriffs- und Ideengeschichte. Und er bleibt der Musik nicht äußerlich. Das Denken über Musik ist mit deren Praxis verknüpft, ja hat diese mit konstituiert. Es prägte und prägt das Selbstverständnis der Komponisten, ihre Werke sowie deren Interpretation.

 

Institut aktuell

20.03.2018

Symposion "Wesensstrukturen des Musik-Erlebens". Warum Phänomenologie in der Musik?

Das Institut für Musikästhetik und das Zentrum für Genderforschung laden zum Symposion...


20.03.2018

Gastvortrag von Paul Hawkshaw (Yale/Wien) am 24. April 2018 in Graz

Herr Paul Hawkshaw spricht am 24. April 2018, um 16.30 Uhr, im Palais Meran über "Die letztwilligen...


nächste Veranstaltung(en)

24.04. 18
  • Institut 14 Musikästhetik
  • Institut 12 Oberschützen

Gastvortrag
Die letztwilligen Verfügungen Anton Bruckners und das Herausgeben seiner Musik während „späteren Zeiten“

25.04. 18
  • Institut 12 Oberschützen
  • Institut 14 Musikästhetik

Gastvortrag
Zwischen Schneeflocken und Hagelkörnern: Staccato-Zeichen und Akzente in der Musik Anton Bruckners

Adresse der Einrichtung

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