Giacinto Scelsi und Österreich

FWF – Fonds für Wissenschaft und Forschung
Projektnummer: P 22433-G21

Projektleiter: Prof. Dr. Federico Celestini
Projektmitarbeiterin: Mag. Dr. Elfriede Moschitz


Forschungsschwerpunkt dieses zweijährigen Projektes ist das Leben und Werk des italienischen Komponisten Giacinto Scelsi (1905–1988). Die Arbeit wird sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil gliedern.
„Der Gestus des Melodischen“ steht im Zentrum der Werkanalysen des theoretischen Teils. Die Bedeutung des Mystischen für Scelsi selbst wie auch die „Projektion des Mystischen auf Giacinto Scelsi“ sind Themen einer auch musiksoziologischen Deutung.
Im praktischen Teil wird die Bedeutung und der Einfluss von Scelsis Denken und Werk auf österreichische Komponisten und KomponistInnen des 20. und 21. Jahrhunderts untersucht. Besonders die Bedeutung des Standortes Graz als Ausgangspunkt der Scelsi-Rezeption in Österreich wird grundlegend erforscht und dargestellt. Mit Hilfe von Interviews, einer Forschungsmethode aus der „Oral History“, werden Persönlichkeiten (KomponistInnen bzw. InterpretInnen, Festival- und KonzertveranstalterInnen) nach ihren Erfahrungen bzw. der Einflussnahme von Person und Schaffen Giacinto Scelsis auf das eigene Werk bzw. den „Entscheidungsebenen“ bei der Programmgestaltung befragt. 
Die Ergebnisse werden im Wintersemester 2012 im Rahmen eines Symposions „Giacinto Scelsi und Österreich“ an der Kunstuniversität Graz präsentiert werden. Wertvolles und nachhaltiges Produkt dieses Forschungsvorhabens ist auch die Drucklegung aller Studieninhalte und Forschungsergebnisse in Buchform, damit findet das Thema Eingang in den Diskurs der internationalen Forschungsgesellschaft.

Elfriede Moschitz